Willkommen | Fotos | Futter | Zucht | Zuchtsaison 2005 | Gesundheitscheckliste | Ernährung | Vogelbörse | Downloads | Anfahrt | Links | Kontakt | Impressum

 

Zuchtanlage

In massiver Steinbauweise erbaut, mißt die gesamte Zuchtanlage 6 x 3 Meter mit einer Aussenvoliere
von 3 x 2 Meter. Ich züchte mit 21 Zuchtboxen mit den Maßen 80x40x50. teils verwende ich innen liegende
Nistkästen (9 Stück) den Rest sind Außen liegende Nistkästen die ich auch besser finde.

Zum Absetzen der Jungen oder auch für Streitsüchtige Wellis habe ich noch 4 Absetzboxen.
In der kalten Jahreszeit wird die Anlage elektrisch beheizt. Das Neonlicht brennt von 7 Uhr bis 21 Uhr
gesteuert mit einer Zeitschaltuhr. Während dieser Zeit dürfen die Wellensittiche auch Hitradio Antenne 1 hören.
Dadurch sind die Vögel viel ruhiger geworden und für mich ist es auch toll, wenn ich Musik hören kann wenn ich in der Anlage bin.


Der Zuchtaufbau

Meine ersten gute Zuchtvögel bekam ich von Alfons Keller aus Eppingen–Elsenz
Er führte mich auch in die Schauwellensittichzucht ein. Ich bekam sehr gute Normale und Opaline um meine eigene
Linie zu verbessern insbesondere in Größe und Maske.
Auf der Vogelbörse in Crailsheim lernte ich Wilhelm Saur aus Wallerstein bei Nördlingen kennen. Auch er lud
mich zu sich ein und gab mir gute Tips und auch bei Ihm konnte ich einige Zuchtpaare erwerben. Aus der Saur
Zucht stammen die Violette und die rez. Schecken.
Es war für mich sehr wichtig um mit erfahrenen Züchtern Kontakt zu halten, den meine Erfahrung aus
der Hansi-Bubi Zucht die ich schon 15 Jahre betrieben habe konnte ich für die Schauwellensittichzucht vergessen.
Ich finde es für sehr wichtig wenn einem Anfänger von einem erfahrenem Züchter geholfen
werden kann. Ich telefoniere und besuche diese zweit Züchter regelmäßig um Erfahrungen auszutauschen.


Farbschläge

Ich züchte folgende Farbschläge: Normal, Opaline, Zimter, Lutinos, Spangle,
Australische Schecken, rezessive Schecken sowie Schwarzaugen.

Zucht und Aufzucht

Zuchtboxen

Ich verwende in meiner Zucht relativ große Zuchtboxen. Alle mit den Maßen 80x50x50. Die Paare sollen sich auch bewegen können.
Alle Zuchtboxen werden von außen gefüttert. Wenn ich abends füttere, werden zuerst die alten Spelzen ausgeblasen und mit neuen Körnerfutter aufgefüllt.
Das Aufzuchtfutter wird in glasierten Tonschalen angeboten.
Wasser wie schon in einem anderen Bericht in Trinkröhrchen.
An 9 Boxen verwende ich innenliegende Nistkästen und bei den anderen 12 Außen Nistkästen mit herausnehmbaren Einsätzen mit Mulde für die Eiablage.
Als Einstreu verwende ich Holzspäne natürlich aus unbehandelten Holz.
(Einstreu für Hamster)


Zuchtverwaltung

Ich habe mir kleine Karteikarten mit Excel gemacht und diese auf starkes dickes Papier gedruckt.
Die Karte wird mit einer kleinen Klammer an den Nistkasten geheftet.
Hier kann ich die von mir benötigte Daten im Zuchtraum eintragen.

Beispiel:


Als Download hier verfügbar.

Die Buchführung erfolgt über die DIVO Software von Dieter Vogelsänger.
Mit der jetzigen Version ( Windows Oberfläche) bin ich zufrieden.
Es sind noch einige Punkte die man verbessern kann.
Schauen sie einfach mal bei Dieter Vogelsänger’s Homepage vorbei.
Link = www.divosoft.de oder www.cybernetix.de
Bei den großen Schauen Europa in Karlsruhe oder Bundesschau in Kassel kann man sich das Programm auch zeigen lassen.

Beleuchtung des Zuchtraumes

Eine elektrische Beleuchtung im Vogelhaus ist sehr wichtig, da auch das füttern nach Einbruch der Dunkelheit gewährleistet ist. Was im Winter bei den kurzen Tage sonst nicht möglich wäre.
Die Vögel genießen natürlich auch die längere Zeit zum fressen.
Ich habe in jedem Raum zusätzlich noch ein Fenster angebracht.
Sogenannte Tageslicht - Leuchtstoffröhren können der Gesundheit der Vögel zuträglich sein.
Die ultravioletten Strahlen, die den Vögel zugute kommt, stimulieren die Bildung von Vitamin D3, das bei der Kalkspeicherung im Vögelkörper eine wichtige Rolle spielt. (Eischalenbildung bei den Hennen)

Belüftung

Gute Luft ist eins der Wichtigsten Punkte im Vogelhaus. Da mein Vogelhaus nur zwei Räume hat und jeder Raum ein Fenster welche im Sommer immer offen sind (geschützt durch Maschendraht), versuche ich soviel Frischluft wie möglich in den Raum zu bekommen.
Abends beim Füttern lasse ich die Eingangstüre offen so daß nochmals Frischluft in die Räume rein kommt.
Zusätzlich habe ich noch einen Ionenaustauscher installiert. Die Nadelähnliche Spitze des Ionentauschers erzeugt einen Strom von Hochenergie Elektroden, die negativ geladene Ionen produzieren. Diese treffen in der Luft auf Staubpartikel und Bakterien. Sie werden bei Kontakt mit den Ionen negativ geladen und auf den Boden heruntergezogen.
Man kann dann den Staub mit dem Besen und einem nassen Putzlappen entfernen.
Damit im Vogelhaus eine bessere Luft ist, versprühe ich regelmäßig (im Sommer mehrmals täglich) mit einer Pumpflasche Wasser, dem ich Apfelessig zusetze.
Man merkt sofort die frische Luft im Raum.
Bei Gelegenheit werde ich noch einen Luftabzug in mein Vogelhaus bauen, um immer genügend Frischluft in meinem Vogelhaus zu haben.

Lagerung von Futter

Wichtig ist es auf jeden Fall, daß das Futter trocken gelagert wird. Es ist dafür zu Sorgen, daß genügend Luft im Raum ist damit das Futter nicht austrocknet. Mein Körnerfutter fülle ich immer in Plastikbehälter und verschließe diese mit einem Deckel.
Kolbenhirse kommen in Rollcontainern 240Liter langt für 50 Kg
Man muß darauf Achten das keine Mäuse an das Futter kommen können. Denn von den Mäusen befallenes Futter ist sofort zu entsorgen. Durch den Mausekot / Urin werden die Vögel schnell erkranken und meistens schnell sterben.

Desinfektion

Zur Reinigung von Fressnäpfen, Trinkröhrchen, Zuchtboxen, Ausstellungskäfigen verwende ich ausschließlich VIRKON S von V.P Produkte
Dies sollte man nie vernachlässigen. Die Zeit für die Reinigung MUSS man sich unbedingt nehmen um einen gesunden Bestand aufrecht erhalten zu können.
Wir selbst fühlen uns in einer schmutzigen Umgebung auch nicht wohl! Deshalb wollen wir es unseren Wellensittichen oder anderen Tieren auch nicht antun.

VIRKON S

eines der besten Desinfiziermittel weltweit. Virkon S elemeniert sämtliche bekannten Keime, die in der Ziervogelzucht vorkommen. Nachweislich werden alle der 17 bekannten Virusfamilien bekämpft.
Zusätzlich ist das Mittel wirksam gegen Bakterien und Pilze (Mykoplasmen, Salmonellen, E.coli, Candida und Aspergillus).
Sollte Virkon S in das Vogelfutter gelangen, so führt dies zu keiner Schädigung des Futters bzw. zu keiner Kontamination.
Virkon S ist ein Pulverkonzentrat 500g ergibt 75-100 Liter gebrauchsfertige Lösung.

(Bericht vom Hersteller)

Vertrieb E. Kempel Zuchtbedarf V.P. Produkte Tel.: 06661-6406

Kranke Wellensittiche

Ein kranker Wellensittich sollte isoliert und zur besseren Genesung warm gehalten werden. Mit Hilfe einer Rotlichtlampe wird eine Temperatur von ca. 32 Grad geschaffen. Diese Rotlichtlampen sollten speziell für Tiere hergestellt sein und nur Wärme ohne Licht abgeben.
Einige lassen sich mit einer Fußklemme am Käfigfront anbringen und sind mit einem Spritzwasserschutz und einem Thermostat ausgestattet. Eine solche Lampe wie auch ein Quarantänekäfig sollten für den Notfall stets zur Hand sein. Nach dem Gebrauch muß der Käfig gründlich desinfiziert werden so daß er sofort wieder einsatzbereit ist.
Zur Appetitanregung hänge ich immer einen Hirsekolben in der Nähe des Vogels auf.
Auch die Wassertränke muß der kranke Vogel leicht erreichen können.
Wenn man Antibiotika über das Wasser verabreichen muß darf nur eine Tränke im Käfig angebracht werden.
Man kann meistens gleich sehen das sich der Vogel in der Wärme erholt und wohl fühlt. Innerhalb von 3-4 Tage wird sich der Vogel erholt haben. Dann sollte man den Vogel nicht gleich wieder in die Voliere fliegen lassen, sondern noch ein paar Tage in eine Absetzbox setzen.
Bei keiner schnellen Besserung des Vogels sofort ab zum Tierarzt! (bei Antibiotika sowieso)

Ferderrupfen

Das Federwachstum beginnt bei Wellensittichküken bei ca.16 Tage. Es neigen ab und zu die Hähne bei einigen Jungvögel die neue Federn auf dem Rücken und um den Hals gleich wieder auszurupfen.
Daraus folgt : die Jungvögel können innerhalb weniger Stunden völlig nackt und blutig sein, so das man schnell etwas unternehmen muß um den Vogel nicht zu verlieren.
Als Erste Hilfe Maßnahme sollte man Aloe-Puder oder Vaseliene Salbe den Küken auf den Rücken streuen oder eincremen. Der bittere Geschmack sollte den Hahn von seinem Verhalten wegbringen.
Es kann auch sein, das die Henne das Küken rupft, weil es ihr zu dunkel im Nistkasten ist und so eine Streßsituation für die Henne auftritt. Man sollte den Nistkasten aufhellen. (Plexiglasscheibe / mehr Löcher für Lichteinfall)
Ein verlegen der Jungen in ein anderes Nest kann man natürlich auch versuchen.

Beringen

Das Beringen der Nachgezüchteten Jungvögel erfolgt im Alter von 6. bis 8. Tag. Ich verwende Alu - Ringe mit einem Innendurchmesser von 4,4 mm.
Beringen ist für die Ausstellungsvögel sowie die zum Verkauf vorgesehene Vögel Vorschrift. Bei mir werden alle Vögel beringt und ist von der AZ auch vorgeschrieben.
Es ist keine schwierige Prozedur, bedarf aber ein wenig Geschick und sollte wenn nötig von einem anderen Züchter abgeschaut werden.
Vorsichtig werden dabei die drei längsten Zehen des Vogels zusammengehalten und der Ring über den Ballen geschoben. Dann wird die vierte Zehe nach oben gegen das Bein gebogen und der Ring ganz vorsichtig darübergeschoben. Ist die Zehe wieder in richtiger Position, sollte der Ring lose über dem Fuß hängen.
Einige Vögel haben Probleme mit geschlossenen Ringen und es kann zu Schwellungen am Fuß kommen. In diesem Fall muß der Ring zur Sicherung ausreichender Durchblutung entfernt werden. Ich lasse dieses den Tierarzt machen da er spezielles Werkzeug hat und es sehr schwierig ist.

Absetzen der Jungen

Wenn die Jungen aus dem Nest gekommen sind, beobachte ich das Fressverhalten der Jungvögel genau. Wenn sie nicht mehr vom Hahn gefüttert werden und selbständig die Nahrung aufnehmen können, kommen die Wellensittich – Junge in eine Absetzbox. (ist genau so groß wie eine Zuchtbox)

Ich verfüttere in den Absetzboxen den Jungvögeln rote Kolbenhirse, Körnermischung sowie

Aufzuchtfutter mit Grünfutter.

In den Absetzboxen verbleiben sie mit anderen Jungvögel ein paar Wochen bis ich entscheiden kann, was zur Weiterzucht im Bestand bleibt, oder welche zum Verkauf gehen.
Das ist immer eine sehr schwierige Aufgabe, da man bei so einem Nestjungen Vogel schlecht erkennen kann wie er in einem halben oder in einem Jahr aussieht.
Die Grobauswahl nehmen ich teilweise schon im Alter von 3-4 Wochen. Da kann man den Knochenbau, Körperstruktur sowie das Federkleid sehen.
Ich markiere in der Zuchtkarte die sehr guten Vögel und vergleiche diese wieder in ein paar Wochen später noch mal.
So muß man sich seine Nachgezüchtete Tiere selektieren. Denn man kann nicht alle Nachzuchten im Bestand halten.